Die Waldjugend - Wer ist sie ?

Die Deutsche Waldjugend (DWJ) ist die Jugendorganisation der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW). Bundesweit zählt der eingetragene Verein ca. 4000 Mitglieder (die "Waldläufer") im Alter von ungefähr 8 bis 27 Jahren. 1957 wurde der Bundesverband gegründet; heute ist die Waldjugend in fast allen Bundesländern mit eigenen Landesverbänden präsent.

In Nordrhein- Westfalen gibt es 33 Ortsgruppen, die Horste (übersetzt: Nester) genannt werden.
 

In ihnen spielt sich der größte Teil des Vereinslebens ab. Dort werden die Aktivitäten der Gruppe geplant: Bäume pflanzen, Kopfweiden schneiden, Obstwiesen anlegen, die Natur beobachten, Krötenschutz, einen Info- Stand auf dem Markt organisieren, Waldjugendspiele ausrichten...
Ein wichtiger Schwerpunkt ist der Schutz der Natur. Hierbei unterstützen Patenförster und andere Fachleute die Horste, um eine kompetente Arbeit sicherzustellen. Natürlich werden die Grundlagen der Einzelprojekte, wie zum Beispiel umfangreiche botanische und zoologische Kenntnisse, innerhalb der Gruppenstunden vermittelt.

Neben diesem naturkundlichen und naturschützerischen Tätigkeitsfeld spielt das Erleben von Gemeinschaft eine große Rolle. Viele Horste haben deshalb eine Hütte oder einen Gruppenraum, wo sie sich an Wochenenden oder zu Gruppenstunden treffen, wo gesungen und Gitarre gespielt wird. In den Ferien fahren die Gruppen mit Zelten auf "Großfahrt", zum Beispiel nach Schweden oder Irland, um die Natur zu erleben und Spaß zu haben.

Zusätzlich finden über das Jahr verteilt eine Reihe von Landesverbands- und Bundesverbands- Zeltlagern und Seminaren statt, wo sich Waldläufer aus verschiedenen Horsten treffen. Allein auf dem Pfingstzeltlager in NRW kommen jährlich knapp 500 Waldläufer für ein Wochenende zusammen. Und z.B. in den Herbstferien findet jährlich ein Seminar statt, wo Jugendliche eine ganze Woche lang das Ökosystem Wald studieren. Auf diese Weise lernt man Freunde kennen, verbringt mit ihnen Zeit und lernt auch noch etwas über die Natur.

So wächst eine Gemeinschaft, in der die Kinder und Jugendlichen nicht nur fachliche (naturkundliche), sondern auch die heutzutage so vielzitierten "Sozialen Kompetenzen" (Umgang mit anderen Menschen, Leitungsfähigkeiten... ) erlangen.